Heute ist EQUINOXE INFINITY-Tag!

Heute ist EQUINOXE INFINITY-Tag!

Ab heute ist das neue Jarre-Album "Equinoxe Infinity" nun offiziell veröffentlicht. Keine Vorabveröffentlichungen und Vorab-Schnipsel mehr - ab heute kann man das Album so hören, wie man es hören sollte: in Gänze! Wir wünschen Euch viel Spaß dabei. Schreibt gerne Eure Meinung in die Kommentare!

 

Jean-Michel hat passend dazu heute ein "Making Of"-Video veröffentlicht. Ihr findet es hier oder in unserer Video-Rubrik.

 

Gemeinsam mit Native Instruments hat Jean-Michel einen Remix-Wettbewerb für die Tracks "Robots Don't Cry" und "Infinity" ausgerufen. Nach einer Registrierung kann man sich Klangelemente der beiden Stücke herunterladen, um einen Remix zu produzieren. Zu gewinnen gibt es Geräte von Native Instruments. Weitere Infos gibt es hier.

 

Bei einer Listening Session hat Jean-Michel das Album gestern Abend noch in Polen präsentiert.

 

Hier noch eine Presseinfo zum neuen Album:

Jean-Michel Jarre: Neues Studioalbum "Equinoxe Infinity" erscheint heute

“Fast fünf Jahrzehnte nachdem Jean-Michel Jarre die Grenzen der Elektronik durchbrochen und eine ganze Generation beeinflusst hat, zeigt der Innovator seinem kreativen Fluss kein Ende.” – Dancing Astronaut

Heute vor genau 40 Jahren veröffentlichte der bahnbrechende Elektronik-Musikproduzent Jean-Michel Jarre mit “Equinoxe” ein monumentales, instrumentales Konzeptalbum mit einem ebenso beeindruckenden visuellen Kult-Cover von Michel Granger. Heute, am 16. November, kehrt er mit “Equinoxe Infinity” (Sony/Columbia) zurück, das auf dem Erbe von “Equinoxe” aufbaut. “Equinoxe Infinity ist ein bisschen wie Equinoxe auf Stereoiden”, sagt Jarre über den Nachfolger.

Die Idee hinter “Equinoxe Infinity” wird stark von der Menschheit getrieben, die neue Technologien wie etwa künstliche Intelligenz einsetzt und was aus der Menschheit wird, wenn sie dies tut – zum ersten Mal wählte Jarre das Cover-Artwork als Ausgangspunkt für den kreativen Prozess.

“Die “Watcher“ (die Beobachter) auf dem originalen Equinoxe-Cover haben mich schon immer fasziniert”, sagt Jarre. “Ich dachte darüber nach, was mit diesen Kreaturen in den vier vergangenen Jahrzehnten, geschehen sein könnte. Ich habe mich auch gefragt, was mit ihnen in den nächsten 40 Jahren passieren wird. Ich hatte diesmal schon vor Beginn der Aufnahmen eine Idee für das Artwork. Ich stieß auf einen Künstler namens Filip Hodas auf Instagram und fragte ihn, ob er daran interessiert sei, zwei Coverversionen zu entwerfen, die auf meiner Vision für das Album basieren.”

Vor diesem Hintergrund ist “Equinoxe Infinity” gleich mit zwei verschiedenen Covern erhältlich. Eines symbolisiert eine zeitlose, grüne und blaue freundliche Umgebung. Das andere deutet auf eine Zukunft hin, in der die Erde unwiederbringlich von Menschen und Maschinen zerstört wird. “Equinoxe Infinity ist als Soundtrack für beide Szenarien konzipiert”, sagt Jarre.

 

Erste Besprechungen von Equinoxe Infinity:

Bei monkeypress.de

Bei laut.de

 

"1000 Tage Techno"-Podcast mit Jean-Michel online

Der Podcast "1000 Tage Techno" mit Jean-Michel ist nun seit heute online. Das knapp 50minütige Gespräch mit Jean-Michel wurde bei dessen letztem Besuch in Berlin aufgenommen und ist wirklich ausgesprochen interessant und sehr hörenswert. "1000 Tage Techno" war der einzige deutsche Podcast, mit dem Jean-Michel ein Gespräch geführt. hat.

Wenn Ihr bis ganz zum Ende hört, gibt es da noch einen kleinen Hinweis auf eine Website, die Ihr vielleicht kennt...!

 

1000 Dank von Jarrelook an 1000 Tage Techno und speziell an Jürgen Laarmann!

 

UPDATE 18.11.

Jean-Michel hat auf Facebook und Instagram auf den Podcast "1000 Tage Techno" hingewiesen, auch auf die deutsche Version.

 

In einer Newsmail von Sony Music äußert sich Jean-Michel noch wie folgt über sein neues Album:

"Die Inspiration für die brandneue Musik zu "EQUINOXE INFINITY" hatte ich, als ich mich fragte, was aus den "Watchern" wurde, die vor genau 40 Jahren auf dem Cover von Equinoxe 1978 erschienen sind.

Für mich war das Cover von Equinoxe 1978 damals ein Beispiel für die Zukunft unseres Planeten, der beobachtet und beobachtet wurde, nachdem ich mit der Oxygene Cover Illustration bereits eine dunkle Vorahnung zeichnete.

Ich fragte mich, was aus diesen "Watchern" im Laufe der Jahre geworden ist, was sie gesehen haben, was mit ihnen passiert ist und was sie in Zukunft vor uns liegen sehen...

Und dann stellte ich mir vor, dass sie zu Informanten geworden wären, die uns auf die mögliche Entwicklung der Menschheit und unseres Planeten angesichts unseres Umgangs mit dem Klimawandel, mit Technologie und Künstlicher Intelligenz heute aufmerksam machen.

Wird die Zukunft friedlich, grün und blau oder apokalyptisch und brennend sein? Das war meine Inspiration für die Musik, wie ein Soundtrack zu diesen beiden verschiedenen Welten. Ich bat Filip Hodas, einen jungen tschechischen Grafiker, den ich auf Instagram entdeckte, die "Watcher" von Michel Granger zu nehmen und sie in zwei verschiedenen Visionen darzustellen.  Zwei verschiedene Kunstwerke für dasselbe Album, teils sonnig, teils dunkel. Denn das Geheimnis bleibt, was wirklich vor uns liegt......

xx, JMJ"

 

Auch für den letzten, noch ausstehenden Track des neuen Albums hat Jean-Michel noch seine Gedanken erläutert, nämlich für das Stück "The Watchers (Movement 1)":

"‘The Watchers’ ist die Eröffnung des Albums. Das Stück symbolisiert diese Kreaturen, die bestimmt ein paar Leuten vertraut erscheinen. Sie haben uns vom Cover des ersten 'Equinoxe'-Albums beobachtet. In diesem Satz des neuen Albums tauchen sie wieder auf und wir wissen immer noch nicht, was sie sind.  Nun erheben sie sich wieder und wir entdecken, dass sie aus einer sehr alten Vergangenheit stammen könnten, nass und windig... Aber sie sind auch zeitlos und wir können fühlen, dass sie immer noch hier sein könnten, nachdem wir weg sind. Das Stück ist wie die erste Szene eines Films, von wir noch nicht wissen, wie er enden wird."

 

UPDATE 19.11.: Rezension auf "Mindbreed"

Eine (positive) Besprechung des Albums "Equinoxe Infinity" findet sich auf Mindbreed.de . Einen Artikel (keine richtige Besprechung) zum neuen Album gibt es zudem auf Loomee-tv.de .

 

UPDATE 20.11.: Jarre gestern im WDR

Jean-Michel war gestern Abend im WDR zu sehen, in der Sendung "Westart". Der Beitrag, der bei seinem Besuch in Düsseldorf letzte Woche entstand, ist noch bis 19.11.2019 in der WDR-Mediathek abrufbar.

Und da es hier Fragen nach Werbemaßnahmen zum neuen Album gab: Es ist hierzulande keine Fernsehwerbung zu "Equinoxe Infinity" geplant. Plakate gibt es große (an Plakatwänden) und solche im A1-Format an Bahnstationen.

Hier gibt es noch ein kleines Video, um in das neue Album hineinzuschnuppern...

 

UPDATE 21.11.: Interview auf n-tv.de

Ein recht interessantes Interview mit Jean-Michel gibt es auf der Seite des Fernsehsenders n-tv - allerdings zur zum Lesen, nicht als Video. Dennoch interessant.

 

UPDATE 22.11.: "Leute heute"-Beitrag nun für morgen geplant

Auf Nachfrage hat das ZDF mitgeteilt, dass der Beitrag über Jean-Michel in "Leute heute" erneut "wegen wirklich vieler, vieler aktueller Themen" geschoben werden musste und nun für morgen eingeplant ist.

Hier gibt es noch eine Albumbesprechung zu "Equinoxe Infinity" bei den "Babyblauen Prog Reviews" .

Morgen wird Jean-Michel in Mailand sein, auf der Milano Music Week.

Bei allem Hype um "Equinoxe Infinity" wird auch "Planet Jarre" nicht vergessen: Auf Jean-Michels offiziellem YouTube-Kanal wurde heute ein computeranimiertes Video zum Stück "La Cage", der sehr experimentellen ersten Single von Jean-Michel, online gestellt. Zu finden auch bei uns unter "Videos".

 

UPDATE 23.11.: dpa-Meldung zum neuen Album

Ein Text der deutschen Presseagentur (dpa) zum neuen Album "Equinoxe Infinity" hat es in diverse Medien geschafft. Leider strotz der Text nur so vor Rechtschreibfehlern. So ist die Rede von "Equinox" und "Equinox Infinity", eines der Stücke des neuen Albums wird fälschlich als "All That You Leave Back" bezeichnet. Nun ja...

Zu finden ist die Meldung z.B. bei

Stern

Schwaebische.de und

shz.de .

Eine eigenständige Besprechung gab es dagegen auf mittelbayerische.de

UPDATE 24.11.: Interessantes Interview auf laut.de / Chartplatz 11 für EI

Hier gibt es noch ein sehr interessantes, längeres Interview auf laut.de .

Die gestrige dpa-Meldung war auch in der Volksstimme aus Magdeburg zu lesen.

In den "offiziellen Charts" (die allerdings nur Verkäufe und keine Radioeinsätze abdecken), ist "Equinoxe Infinity" in Deutschland auf einem soliden Platz 11 eingestiegen. In den UK Top 40 Dance Albums hat das Album aus dem Stand gar Platz 1 erorbert!

UPDATE 26.11.: Interview auf Wired.de mit Gewinnspiel (nur noch heute!)

Leider gerade erst entdeckt: Auf wired.de gibt es ein Interview mit Jean-Michel. Außerdem gibt es dort drei handsignierte Vinyl-Ausgaben von "Equinoxe Infinity" zu gewinnen, leider ist aber heute schon Einsendeschluss. Das Gewinnspiel lief insgesamt nur drei Tage. Aber noch hat man die Chance!

Offenbar war auch in der gestrigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein Interview mit Jean-Michel.

 

UPDATE 29.11.: Video zu "Herbalizer", Interview in der FAS

Wie Patrick in den Kommentaren schon schrieb: Heute wurde ein neues, computeranimiertes Video zum Stück "Herbalizer" veröffentlicht (auch wenn es eher noch "Planet Jarre" als "Equinoxe Infinity" betrifft).

Das Video findet Ihr in unserer Videorubrik oder auf YouTube.

 

Letzten Sonntag gab es in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein Gespräch zwischen Jean-Michel und dem französischen Elektro-Musiker und Sänger Flavien Berger zu lesen. Der Artikel ist inzwischen auch online einsehbar auf der Seite der FAZ. Danke an Dominique für den Hinweis!

 

 

UPDATE 07.12.: Diverse News

RP Online hat noch ein Interview mit Jean-Michel im Angebot.

 

Jean-Michel ist erneut für den Schallwelle-Preis nominiert. Die Jury hat bereits im letzten Jahr eine organisatorische Änderung vorgenommen, so dass nun keine Trennung mehr in "nationale" und "internationale" Preise erfolgt. D.h. die nominierten haben nun jeweils noch mehr "Konkurrenz". Jean-Michel ist in den Kategorien "Künstler/Musiker 2018" und "Album 2018" nominiert, in letztere sogar mit zwei Alben, nämlich "Planet Jarre" und "Equinoxe Infinity". Abgestimmt werden kann ab 15.12.2018 bis zum 15.01.2019 auf der Schallwelle-Website. Die Preisverleihung findet am 16. Februar in der Rohrmeisterei Schwerte statt.

 

Jean-Michel ist eine Partnerschaft mit "TheWaveVR" eingegangen, eine Virtual Reality-Plattform und -Community für Musiker und Musikliebhaber. U.a. können darüber auch Konzerte übertragen werden. So sollen Musik und visuelle Kunst auf neue Art und Weise erfahrbar werden. Im Zuge der Partnerschaft hat der Comiczeichner und Digitalkünstler Sutu ein 3D-Artwork kreiert, das von "Equinoxe Infinity" inspiriert ist. Die User sollen auch in der Lage sein, diese Bilder der "Watchers" in Live-Shows einzubinden, Remixe von Stücken anzufertigen und Listening-Parties für andere User zu veranstalten. Am 12. Dezember von 15 bis 17 Uhr unserer Zeit wird Jean-Michel bei TheWaveVR eine  Frage- und Antwort-Runde veranstalten, außerdem wird es eine ab 15 Uhr kleine Sutu-Show mit "Equinoxe Infinity"-Visuals geben. Weitere Infos dazu sollen auf der Website von  The Wave VR folgen. Ein kleines Video dazu (zum Track "Machines Are Learning") gibt es auf YouTube . Weitere Infos bietet dieser Artikel auf jazzandrock.com .

 

Auch "Planet Jarre" wird nicht vergessen: Hier gibt es ein neues, computeranimiertes Video zu Equinoxe 5 (zu finden auf YouTube oder in unserer Videorubrik). Hier wäre allerdings vielleicht der seltene Original-Videoclip interessanter gewesen.

 

Das vom INA-Institut für das kommende Wochenende geplante Festival "INA-Sound", unter Schirmherrschaft von Jean-Michel, der dort ebenfalls für einen Talk anwesend sein sollte, wurde auf Frühjahr 2019 verschoben. Grund dafür sind die Spannungen in Frankreich und die kürzlichen Ausschreitungen in Paris. Die Veranstalter bedauern diesen Schritt, halten ihn aber aus Sicherheitsgründen für notwendig. Wer bereits Karten dafür gekauft hat, erhält sein Geld zurückerstattet.

 

Radio Hannover hat am 5.12. ein JMJ-Special in der Sendung "Grenzwellen" mit Ecki Stieg gesendet, der Jean-Michel dafür auch interviewt hat. Die Sendung geht eine knappe Stunde und enthält viel (vor allem neuere) Jarre-Musik. Zu finden auf YouTube .

Weiterhin ist Jean-Michel fleißig für Promotiontermine unterwegs, u.a. bei Radio Monte Carlo (ein Video davon gibt es hier) oder diese Woche in New York, u.a. für ein Interview mit Mixmag.

UPDATE 09.12.: Sutus VR-Show zu "Equinoxe Infinity" auf YouTube

Die gestrige Virtual Reality-Show des VR- und Comic-Künstlers Sutu zur Musik von Jean-Michels neuem Album "Equinoxe Infinity" konnte gestern als Livestream auf Jean-Michels Facebook-Seite verfolgt werden. Wer es verpasst hat, kann sich das Ganze auf auf dem YouTube-Kanal von TheWaveVR anschauen.

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Bitte rechnen Sie 7 plus 2.

Kommentar von Dominique |

Oh Wunder!!! Gestern Abend lief um 19.44 auf WDR4 "Infinity". Wer Supporten möchte, sollte den WDR mit Anrufen bombardieren. Der Track ist nämlich noch nicht in der Rotation, der Vorschlag ist aber an die Redaktion weitergegeben worden.

Kommentar von Dominique |

Vielen Dank fürs Update. :D Und das "La cage" Video erinnert doch irgendwie an "TRON". :)

Kommentar von Dominique |

Hier der vierte Teil des Interviews. Spotify Playlist folgt noch. ;)

http://domino.elfworld.org/the-journey-to-equinoxe-infinity-part-4-whos-watching-the-watchers/

Kommentar von Dominique |

@Felix: Könntest Du bitte meine unteres Posting löschen? Ich musste sie bearbeiten und diese Antwort entspricht mehr dem Geschriebenen. Danke.

@Heike: Ich habe Rückantwort erhalten. Man werde das Geld "binnen sieben bis zehn Werktagen überweisen". Aber ich bleibe skeptisch, habe ich doch lesen müssen, dass auch andere Kunden weder die Kulanzzahlung noch die Ware erhielten. Die ganze Antwort wirkt wie Standard oder copy & paste. Dieder DJ hat schon einmal ein Musikmagazin gegen die Wand gefahren, dazu passt auch sein Künstlername bestens. Also warum sollte ich zweifeln?

An Unterschlagung glaube ich weniger. Mein Vater war vormittags immer da. Er hätte somit die Box für mich in Empfang nehmen können.

Habe gestern in der "Röhre" das Album hören können. Leider vorerst nur als Notlösung, aber hoffentlich genug, um ein Urteil abgeben zu können. Anders wird es sein, wenn ich über den "Dschungel" meine "Pralinenbox" erhalten werde.

@TeddyNash: Ich kann mich Deinem Urteil nur anschließen. :D

Hier nun meine Kritik:

Equinoxe Infinity oder über das humanoide in der künstlichen Intelligenz

Mit dem neuen Album "Equinoxe Infinity" legt der französische Künstler Jean Michel Jarre ein Konzeptalbum vor, dass nicht musikalisch ein Nachfolgealbum seines Erfolgsalbums
"Equinoxe", sondern vielmehr die Idee verfolgt, über das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine nach vierzig Jahren zu reflektieren. Wer jetzt enttäuscht ist, dass es sich um ein wirklichen Nachfolger von "Equinoxe" handelt, sollte eines besseren belehrt werden und trotzdem den Album eine würdige Chance geben. Man hat das Gefühl, irgendwie näher an der Künstlerperson zu sein. Es hat nicht nur etwas androides, sondern lässt auch eine Art "Empfindsamkeit" im 21. Jahrhundert zu. Man spürt, dass sich Jarre nach einer längeren persönlichen Krise (bis E1) wieder gefangen hat und diese Lebenserfahrung nun musikalisch sehr gut umsetzen kann. Es ist kein Testament, aber eine liebevolle Umsetzung von "Lebensphilosophien" an die kommenden Generationen nach seiner/unserer.

1. The Watchers (Movement 1):
Man spürt die unendliche Weite des Weltraums. Die "Beobachter" klingen wie Bienenschwärme. Eine fulminante, pathetische Eröffnung, die jedem schon nahe legen möchte: "Hört mir zu, ich habe Euch etwas mitzuteilen." Man bleibt gefangen und hört weiter. [Wirklich ein sehr gutes Opening Heike, aber auch

2. Flying Totems (Movement 2):
Das Tempo zieht an, die Spannung bleibt konstant erhalten und dennoch ermahnen die "vangelishaften" Versatzstücke zur Einsicht. Einsicht, dass alles sich doch noch zum Guten wenden kann, wenn man glauben kann und auch bereit ist loszulassen. Warum diese Lebensweisheit drin stecken könnte, zeigen die nachfolgenden Stücke.

3. Robots Don't Cry (Movement 3):
Ich könnte mir gut vorstellen, dass in diesem Stück sehr viel Persönliches des Künstlers enthalten ist. Obgleich das Stück wortwörtlich "Roboter weinen nicht" heißt, könnte man es auch metaphorisch als Frage auf den Menschen übertragen. "Darf nicht auch der Mensch hinter den Maschinen weinen, wenn ihm danach ist?" Das Stück rezipiert vertraute Klänge und wirkt trotz der Einwürfe mitunter sehr fragil. Dazu eine Melodie, die fast an Zirkusmusik oder an Rota erinnert, die ja Jarre sehr zu schätzen weiß. Dann diese sonderbare Ruhe und die "Tränen". [Heike hat geschrieben, dass Jarre mit diesem Stück seine Kindheit verarbeitet. Damit gehe ich konform.] Ich spüre vor allem das Fehlen des Vaters und stellenhaft etwas Depressives in diesem Stück. Vielleicht möchte er ihm auf diesem Weg mitteilen. "Du hast mich zwar nie geliebt und meine Mutter und mich verlassen, aber Du hast mich auf diese schmerzhafte Weise gelehrt, dass ich ein besserer Vater sein kann, als Du. Ich habe Mentoren gefunden, die mir Mut geben und genau diese Liebe und das Vertrauen, kann ich weiter geben." Diese Mentoren spüre ich in der "Reminiszenz" der Oxygene-Klänge sehr deutlich.

4. All That You Leave Behind (Movement 4):
Man hört eindeutig Morricone, aber das Stück verlässt dann doch das Erwartete. Die Chronologie-haften Glockenhämmer mahnen und auch "Oxygene" Spuren und die Sirenen ermahnen daran, dass alles, was man macht, sichtbare Spuren hinterlässt. Ob nun beabsichtigt oder nicht. Auch das könnte man sowohl auf die Verhältnisse zwischen Mensch und Natur, Mensch und Technik, aber auch das Verhältnis zwischen den Generationen übertragen. Jede Gewalt, sei es physisch und oder psychisch, hat Folgen. Das geschädigte Objekt gerät ins Taumeln oder geht daran zu Grunde. [Heike, es könnte auch ein Eröffnungsstück werden!!!]

5. If the Wind Could Speak (Movement 5):
Die Stimmen, die sehr an "Zoolook" erinnern, symbolisieren für mich einen Wechsel. Vielleicht findet sich der Künstler nun selbst in der Vater- bzw. in der Mentorenrolle wieder. Man spürt, dass neues Leben auch Freude bereiten kann. Sehr verspielt, wenn auch leider etwas kurz geraten, aber ich sehe es als "Präludium" für das kommende Stück, dass diesen Pfad weiter aufgreift und weiter entwickelt.

6. Infinity (Movement 6):
Ja, ich hatte meine Schwierigkeiten mit diesem Stück, aber im Kontext hat es seine Berechtigung. Mit den Ausklängen von "Equinoxe" Versatzstücken findet man die Lebensfreude wieder. So wie ein Vater liebevoll mit seinen Kindern herumtollt oder sich einfach nur treiben lässt. Man spürt das "innere Kind", dass nun bereit ist, diese Freude einfach weiterzugeben und sich dabei nicht zu ernst nimmt. Vielleicht möchte der Künstler uns einfach nur daran erinnern, wie schön es sein kann, selbst noch im hohen Alter Kind zu bleiben und sein zu dürfen. Und nur mit dieser Einsicht kann man auch selbst ein besserer Vater bzw. Mutter sein.

7. Machines Are Learning (Movement 7):
Ein würdiger "Arpeggiator"-Nachfolger im 21. Jahrhundert, leider wenngleich auch etwas kurz geraten. Man taucht tief in die menschliche/ androide Seele hinein, die unergründlich ist. Vielleicht ist es auch die Katharsis des ganzen Albums. Spannungsaufgeladen könnte sich der Schluss sich wunderbar als Soundtrack für einen Thriller eignen. Vielleicht hört man auch die Vorliebe des Künstlers für Filmmusik heraus. [Und ja, Roboter, die sich abrackern, könnte man auch sehen.]

8. The Opening (Movement 8):
Dieses Stück, zeitweise auch "Coachella Opening”, wurde hier noch minimal verändert. Auch sehr pathetisch und energetisch aufgeladen. Der Hörer "versteht die Lebensphilosophie" hinter dem Künstler, hat neue Kraft geschöpft und kann diese auch weitergeben. Der Aufbruch ist geschafft.

9. Don’t Look Back (Movement 9):
Dieses Stück erinnert mich sehr stark an TD oder das YMO bzw. Sakamoto. Sehr minimalistisch und zugleich melancholisch. Vielleicht kann man jetzt umso bereiter sein, seinen Weg zu gehen, wohin er auch führen mag. Man sollte sich nur von seinen Lasten befreien. Mit weniger lebt es sich besser und sinnvoller. Eine weise Selbsterkenntnis.

10. Equinoxe Infinity (Movement 10):
Nach Phasen der Dunkelheit hat man den schweren Weg ins Licht geschafft. Man möchte am Anfang laut "Seht doch das Licht" rufen. [Gehe absolut mit Deiner Höhlenbeschreibung oder Nahtoderfahrung konform, Heike.]
Die ungewisse Unendlichkeit wartet nun auf den Hörer. Diese Ungewissheit über das Unendliche macht einem zwar noch Angst, aber man bleibt stark und man hört im Inneren noch einmal die weisen Lebensphilosophien des Künstlers, der auch zu einem Mentor wurde. Man kann doch zuversichtlich sein. "Halt durch und glaub' an Dich selbst und lehre den anderen Deinen eigenen Weg" scheint er aus der Ferne zu rufen.

Insgesamt ein sehr starkes Album, dass jedem Musikfreund nur ans Herz gelegt werden kann. Volle Punktzahl.

Antwort von Administrator

Hallo Dominique,

ist erledigt.

Kommentar von Dominique |

Oops, ein kleiner Fehler meinerseits. Ich denke swohl "The Watchers", als auch "All that you leave behind" könnten Opener sein. ;)

Kommentar von Heike |

@ Teddynash: Ja, das passt auch. Kurz und passend auf den Punkt gebracht :-)))

@ Dominique: Vielen Dank für Deine Recherche-Arbeit. Ich komme momentan nicht mehr nach, alles anzuschauen und anzuhören. Nach der überstandenen Grippe gibt es bei mir einen "Arbeits-Stau" ;-)
Rein rechtlich muss der gewerblich agierende Versender nachweisen, dass Du die Box auch bekommen hast . Wenn nicht, ist der Vertrag nicht erfüllt und er muss Abhilfe schaffen: z.B. ermitteln wo die Ware ist und Dir erklären, wann Du beliefert wirst (ist eigentlich der Weg, den sie mit der Sendungsverfolgung ohnehin meistens anbieten) Schließt er das durch seine AGB`s aus, muss er Dir die Sendungsnummer und den Versender mitteilen, sodass Du zumindest selber in die Lage versetzt wirst Nachforschungen anzustellen. Solltest Du schon bezahlt haben, gehört Dir die Box und er hat dafür zu sorgen, dass Du sie ordnungsgemäß bekommst. Nicht zugestellt bedeutet: Keine Leistung erhalten ! Du kannst auf Rückzahlung bestehen und Dir die Box woanders besorgen, oder um erneute Anlieferung damit der Vertrag als erfüllt gilt. Die Polizei hat damit erstmal nichts zu zu tun, es sei denn, die Box wurde nachweislich bei Dir im Haus angeliefert (es gibt eine Empfangs-Unterschrift) und derjenige unterschlägt Dir die Ware. Das wäre dann ein Straftatbestand. Sollte die Box durch das Versandunternehmen abhanden gekommen sein (da wird mitunter auch viel geklaut) ist der Versender zuständig Dich zu entschädigen.

Ich hoffe, dass Dir Stress und Ärger erspart bleibt und Du auch endlich in den Genuss des Albums kommen kannst !!

Kommentar von Dominique |

"Der frische Franzose"-> wunderbare Metapher!!! :)

Kommentar von Dominique |

Schön, die Box bekomme ich also nicht. Und ein bekannter verd****** D.J. hat Schuld. Angeblich Lieferprobleme. Hoffentlich bekommen wir die Summe erstattet. Wenn nicht, geht es direkt zur Polizei.

Ich werde nun wieder einmal im "Dschungel" ordern. Dort geht man nicht so schnell verloren.

Kommentar von teddynash |

4x gehört...
Was sind meine Gedanken dazu ?
Equinoxe Infinity ist einfach der Soundtrack des Lebens !
Phasenweise... leicht und locker, gut gelaunt, schwermütig, chaotisch, hoffungsvoll, im Einklang, nerivg, komplex und schön !

Kommentar von Dominique |

Gestern lief noch dieses interessante Interview auf France Inter. :)

https://www.franceinter.fr/emissions/le-nouveau-rendez-vous/le-nouveau-rendez-vous-19-novembre-2018-0

Sehr interessant und es stimmt auch schön auf die ersehnte Autobiografie ein. Oder wusstet ihr schon, dass JMJ einmal für die Rolle von Jesus Christus (ev. bei Pasolini?) vorsprach? ;P

Ich bis dato jedenfalls nicht.